Zum Inhalt springen

Hintergrund

Jeder von uns muss und wird eines Tages sterben. Du, ich und all die Menschen, denen wir Tag für Tag begegnen. Trotzdem – oder gerade deswegen – stellt der Tod in unserer Gesellschaft ein großes Tabu dar. Einerseits nachvollziehbar, denn es ist durchaus mit einem mulmigen, teils beängstigenden Gefühl verbunden, sich dieser Tatsache zu stellen und sich bewusst zu machen, dass das eigene Leben, die eigene Existenz, definitiv irgendwann endet. Zudem schmerzt der Verlust uns nahe stehender Menschen und kann unsere Welt gehörig ins Schwanken bringen.

Doch andererseits bin ich davon überzeugt, dass das brechen des Tabus und die bewusste Auseinandersetzung mit dem Tod und der eigenen Sterblichkeit uns dabei helfen können, einen Teil der Angst abzulegen. Ich glaube sogar, dass dies dazu beitragen kann, unser Leben bewusster zu leben, mehr daraus zu machen, es intensiver zu genießen und wertzuschätzen.

Das große Tabu und die damit einhergehende Verdrängung des Todes führen zu einer imaginären Unsterblichkeit, die uns vergessen lässt, wie besonders, einzigartig und einmalig unser Leben, unsere Lebenszeit, ist – und dass wir nur diese eine, zeitlich begrenzte Chance haben.

Aus diesem Grund habe ich diesen Blog gestartet. Ich möchte das Tabu brechen, Gedanken an den Tod zulassen, mich meiner eigenen Sterblichkeit stellen und sie als das sehen, was sie ist: Ein natürlicher und womöglich sogar wichtiger und notwendiger Bestandteil des Lebens. All dies mit einem lachenden und einem weinenden Auge – einer ausgewogenen Mischung aus Ernsthaftigkeit und einer Prise Humor. Und wer weiß, vielleicht gelingt es ja auch dir, ein wenig am großen Tabu zu rütteln, einen Teil deiner Angst abzulegen und das Wissen um deine eigene Vergänglichkeit stattdessen in eine positive Auswirkung auf dein Leben umzuwandeln.